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Fortbildungszentrum Hochschullehre (FBZHL)

Hochschuldidaktische Weiterbildung für alle Lehrenden der Universität Bayreuth

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Prüfungserstellung für sprachlich inhomogene Gruppen - Sprachsensible Lehre

13.07.2022; 09:00 - 15:00 Uhr
Zoom-Webinar

Um für ein Studium in Deutschland zugelassen zu werden, ist studiengangabhängig ein Sprachnachweis auf dem Niveau B2 oder C1 erforderlich. In den letzten Jahren kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass diese formal erforderliche Spracheignung nur bedingt bzw. nicht den sprachlichen Voraussetzungen für ein Studium entspricht. Ein Hauptgrund dafür ist, dass standardisierte Sprachkurse und -prüfungen sich an der Allgemeinsprache orientieren, während die für ein Studium erforderliche Wissenschaftssprache jedoch oft nicht ausreichend oder gar nicht vermittelt wird. 
Dabei stellt nicht allein die Komplexität der Studieninhalte, sondern auch deren sprachliche Realisierung große Schwierigkeiten für nichtmuttersprachliche Studierende dar. Da sich die Zahl der internationalen Studierenden, die einen Abschluss an der Universität Bayreuth anstreben in den letzten 10 Jahren im Zuge der Internationalisierung der Hochschule in etwa verdoppelt hat, birgt dies ein nicht unerhebliches Konfliktpotential.
Die Fortbildung hat zum Ziel, Lehrende und Lehrverantwortliche für Stolpersteine der Wissenschaftssprache zu sensibilisieren. Dazu werde Techniken für den sprachsensiblen Gebrauch der Wissenschaftssprache in der Lehre sowie bei der Erstellung von sprachsensiblen Lehr- und Prüfungsmaterialien vermittelt. 
Im Rahmen der Fortbildung wird praktisch aufgezeigt, wie Stolpersteine der Wissenschaftssprache durch schnell erkennbare und erschließbare sprachliche Äquivalente unter Beibehaltung der inhaltlichen Komplexität und des wissenschaftlichen Stiles ersetzt werden können. Dadurch wird die sprachliche Komplexität von Inhalten für muttersprachliche und nichtmuttersprachliche Studierende angeglichen. Dies gilt insbesondere im Kontext schriftlicher Prüfungen.

Inhaltliche Stichpunkte:

  • Texterschließbarkeit aus fremdsprachlicher Sicht
  • Stolpersteine der Wissenschaftssprache auf Wort-, Satz- und Textebene
  • Techniken zur Erkennung der Stolpersteine der Wissenschaftssprache
  • Lösungsansätze zur sprachsensiblen Optimierung der Stolpersteinen auf Wort-, Satz- und Textebene
  • Kulturbedingte sprachliche Stolpersteine im akademischen Kontext


Lernziele des Seminars:
Die Teilnehmenden arbeiten im Rahmen des Seminars an folgenden Kompetenzen: 

  • Stolpersteine der Wissenschaftssprache aus nichtmuttersprachlicher Perspektive erkennen
  • Sprachliche Äquivalente umsetzen
  • Sprachsensible Lehr- und Prüfungsmaterialien erstellen

Spezifizierung der Zielgruppe: 
Die Fortbildung richtet sich fachübergreifend an alle Lehrenden (auch Tutoren, Übungsleiter, usw.) und Lehrverantwortlichen, die ihre Lehre im Rahmen der Internationalisierung der Hochschule sprachbewusst und dadurch effizienter gestalten wollen.

Organisatorischer Hinweis: 
Im Verlauf des Seminars können eigene Lehr- bzw. Prüfungsmaterialien analysiert und optimiert werden.

Verantwortlich für die Redaktion: Marius Martin Wollscheid

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